HOBAS Pipes for Austria’s first Mining Cave Power Station in Bad Bleiberg

Project ID: [014482]
Country: Austria
City: Bad Bleiberg
Year: 2010 - 2011
Application:
Hydropower
Installation: Open Trench
Total Length [m]: 980
Nominal Diameter DN [mm]: 300
Outside Diameter De [mm] 324
Nominal Pressure PN [bar]: 16
Nominal Stiffness SN [N/m²]: 10000
Key Words: Penstock

Energy from Caves

Water has always been of major significance to the traditional Austrian spa and mining village Bad Bleiberg. The nearby 2166-meter-high mountain Dobratsch has acted a big part in providing spring water for centuries. On the mountain’s north side, 1015 meters above sea level, lays the Nötschbach Spring, which peaks at 500 liters per second. Amongst others, this spring was to be used for the erection of a new hydropower plant in the abandoned mining caves 260 meters below ground.

 

The idea to construct a new small hydropower station at this old mining site originates from Christoph Aste, an engineer who has been pursuing this project since 2004 with great endurance. 2009, he finally received the license to implement his plans. The Limited Liability Partnership AAE-Entwicklung who erected the station was founded together with AAE Energie in Kötschach-Mauthen.

 

One of the first jobs in the framework of the construction plans concerned the pressure pipe from the Nötschbach Spring, which had been erected for the mine in the 1890s. Since the old pressure pipes DN 360 made of English cast iron turned out to be tight, the first part of the old line was left as it is. Due to the mountainous area and since the pipe routing could not be altered the old line was continued with state of the art pipe technology: The old cast iron pipe was cut and continued with HOBAS GRP Pipes DN 300, SN 10000, PN 16. The new pressure line now runs for about 980 meters through the spa town to the mining shaft building at the Rudolf Shaft. “The GRP Pipe System from HOBAS presented a functional solution. We could install almost the complete line without fittings. The required radii were achieved with angular deflections in the joints and with angular cut pipe ends produced at the HOBAS Factory. HOBAS Experts supported us during the complete planning phase”, states Aste.

 

A distribution system was installed at the entrance to the Rudolf Mining Shaft, where all water leads into a cast iron pressure pipes. In turn, this line leads into a pipe lined with cement mortar which vertically runs down along the wall of the Rudolf Shaft up to the old existing hydropower station. A high pressure hydroelectric generating set for efficient electricity production was installed at a depth of 260 meters.

 

This hydropower project has been successfully implemented between May 2010 and September 2011. Meanwhile, the facility has been in service for 1.5 years and is supplying the network of KELAG – one of Austria’s leading energy providers – with about 1.5 million kWh per year. For additional electricity generation, a part of the naturally occurring thermal water is planned to be conveyed to the turbine. The rest of it will be warmed by a heat pump and fed into the local thermal baths.


HOBAS Rohre im Einsatz für Österreichs erstes Grubenwasserkraftwerk

Wasser hatte in der Geschichte des traditionsreichen Kärntner Bergbau- und Thermenortes Bad Bleiberg schon immer einen hohen Stellenwert. Einen bedeutenden Anteil daran hat der nahe Dobratsch – ein 2166 m hoher Bergstock der Gailtaler Alpen – der seit Jahrhunderten als Trinkwasserquelle dient. An der Nordseite des Dobratsch entspringt auf 1015 m Seehöhe die Nötschbachquelle, die in Starkwasserzeiten eine Schüttung von bis zu 500 l/s aufweist. Neben weiteren Quellen sollte auch diese dazu genutzt werden, in den aufgelassenen Bergbauhohlräumen ein Minen-Wasserkraftwerk in rund 260 Metern Tiefe zu errichten.

 

Die Idee, an diesem uralten Bergbaustandort ein neues Kleinwasserkraftwerk zu errichten, geht auf DI Christoph Aste zurück, der das Projekt seit 2004 mit großer Ausdauer verfolgte und im Jahr 2009 schlussendlich die Genehmigung für den Kraftwerksbau in Händen hielt. Gemeinsam mit der AAE Energie aus Kötschach-Mauthen wurde die AAE-EntwicklungsGmbH gegründet, die das Kraftwerk realisierte.

 

Eine der ersten Arbeiten im Zuge dieses Bauvorhabens betraf die Druckrohrleitung der Nötschbachquelle, die aus den 1890er Jahren stammt und seinerzeit für den Bergwerksbetrieb eingesetzt wurde. Die alten Druckrohre DN 360 aus englischem Grauguss erwiesen sich als dicht, daher wurde der erste Teil der alten Druckrohrleitung belassen. Aufgrund des bergigen Geländes und da man einen bestimmten Rohrverlauf beibehalten musste, setzte man im Anschluss an die Gussrohrleitung auf moderne Rohrtechnologie: Die veraltete Gussrohrleitung wurde gekappt und HOBAS GFK-Rohre DN 300, SN 10000, PN 16 angeschlossen. Die neue GFK-Rohrleitung führt nun über eine Länge von ca. 980 Metern durch den Thermenort zum Schachtbauwerk am Rudolfschacht. „Mit den Rohren von HOBAS konnten wir eine funktionelle Lösung erreichen. Die gesamte GFK-Leitung wurde nahezu ohne Formstücke verlegt. Die erforderlichen Radien wurden über Abwinkelungen in der Rohrmuffe sowie über Schrägschnitte, die im HOBAS Werk vorproduziert wurden, bewerkstelligt. Dabei standen uns die Verantwortlichen von HOBAS in der Planungsphase mit Rat und Tat zur Seite“, so Aste.

 

Am Eingang des Rudolfschachtes wurde ein Verteilersystem installiert, bei dem sämtliche Wässer in eine Druckrohrleitung aus Guss geführt werden. Diese Gussrohrleitung führt dann in eine Rohrleitung mit Zementmörtel-Innenauskleidung, die senkrecht nach unten an der Wand des Rudolfschachtes bis zum alten Kraftwerksstandort verlegt wurde. In einer Tiefe von rund 260 Metern installierte man schließlich einen Hochdruck-Maschinensatz, der effektiv Strom erzeugt.

 

Zwischen Mai 2010 und September 2011 konnte das Kraftwerksprojekt erfolgreich abgewickelt werden. Die Anlage ist mittlerweile 1,5 Jahre in Betrieb und speist im Jahr rund 1,5 Mio. kWh ins Netz der KELAG – einer der führenden Energiedienstleister Österreichs – ein. Zusätzlich zur Stromproduktion soll künftig ein Teil des natürlich vorkommenden Thermalwassers über eine Wärmepumpe thermisch genutzt und zur Turbine weitergeleitet werden. Der Rest des Thermalwassers wird dann an der Wärmepumpe erwärmt und Thermalbädern zugeführt.